Wozu braucht man Resilienz?

Was ist Resilienz? 7 Zusammenhänge, in denen Resilienz vorkommt

Resilienz ist ursprünglich ein Begriff aus der materiellen und soziologischen Welt; Resilienz kommt aber auch in anderen Zusammenhängen vor. Und heute: Was ist Resilienz? Heute ist dieses Wort auch in der Psychologie ein Synonym für psychische und physische Widerstandskraft.

Resilienz ist die Eigenschaft, einen Ausgangszustand erneut einzunehmen

Statt „Was ist Resilienz“ fragen wir besser:

Was sind Resilienzen?

Diese zweite Frage ist sinnvoller, denn Resilienz ist ein vielseitig verwendeter Begriff, der je nach Kontext eine andere Bedeutung bekommt:

  1. Resilienz heißt bei den Ingenieuren die Eigenschaft von Apparaten und technischen Systemen genannt, bei einer teilweisen störung weiter zu funktionieren. Hierfür werden zur technischen Systemsicherheit Redundanzen (z. B. doppelte Leitungsführung einer Versorgung oder ein zweites Alarmsystem) installiert.
  2. In der Energiewirtschaft steht Resilienz für die Versorgungsstabilität der Energieversorgung. Dafür ist z. B. die Bundesnetzagentur mitverantwortlich.
  3. Die Resilienz eines Ökosystems besteht in der Fähigkeit z. B. einer Wasserstelle, nach einem Ascheregen wieder zu einem für Flora und Fauna nutzbaren Ökosystem zu werden, also den Ausgangst
  4. Resilienz  im Kontext von Soziologie steht für die Kompetenz großer Teile von Gesellschaften, mit internen und externen Störungen (z. B. soziale Spannungen) souverän umzugehen.
  5. In der Zahnmedizin steht Resilienz für die Elastizität der Mundschleimhaut bei Belastung.
  6. In der Materialkunde bezeichnet Resilienz die Eigenschaft eines Werkstoffes, nach physikalischen Einflüssen (Druck, Reibung, Temperatur, Feuchtigkeit) seinen Ursprungszustand und seine Eigenschaften zu behalten
  7. Resilienz des Menschen: Die Psychologie benennt mit Resilienz die psychische Widerstandsfähigkeit einer Person.

Resilienz kann problematisch sein, wenn technische oder soziologische Phänomene trivial auf den Menschen übertragen werden

Ein Mensch ist viel zu komplex, als dass man Resilienzfaktoren aus anderen Kontexten einfach anwenden könnte. Mit dieser Haltung wäre man schnell bei der Haltung von „Was einen nicht umbringt, macht einen hart“ – und genau das ist nicht mit Resilienz gemeint. Lesen Sie hier zu den Risiken unreflektiert angewandter Resilienzkonzepte.

Weiterführende Texte: Wenn Sie außer „Resilienz – was ist das?“ auch die Frage stellen „Wozu braucht man Resilienz“ interessiert, klicken Sie hier auf den Text zur Sinn und Zweck von Resilienz.

 

 

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