Blumen als Bild für Resilienz

Resilienz in der Natur

Resilienz: Widerstandskraft als Schutzfaktor für ein gutes Leben

Resilienz von lat. resilire, zurückspringen kommt aus der Werkstofflehre. Der Begriff hat sich auch in der Psychologie etabliert. Resilient zu sein, das verbinden viele Menschen mit Unempfindlichkeit oder Konstruktivität gegenüber Krisen. Es lohnt sich, den Resilienzbegriff genauer anzusehen. Hier finden Sie alle Informationen zu Resilienz: Zusammenfassung wichtiger Fachliteratur, Erkenntnisse aus der systemischen Therapie und Beispiele für Resilienz.

Warum Menschen mehr als eine Resilienz, also unterschiedliche Resilienzen haben

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, warum diese Seite Resilienzen.de heißt. Die Mehrzahl wurde gewählt, weil es mehr als eine Resilienz gibt.

Was heißt das – es gibt mehr als eine Resilienz?

  • Stellen Sie sich einen Menschen vor, der körperlich widerstandsfähig ist gegenüber Infektionen. Dennoch kann dieser Mensch sehr feinfühlig sein im Hinblick auf die Stimmungen anderer Menschen – und sich verletzt fühlen, wenn er Kritik hört.
  • Oder: Resilienz kann eine Person gegenüber Ereignissen wie Arbeitsplatzverlust entwickeln. Sie hat Strategien gefunden, immer wieder auf die Füße zu fallen und mit einer Krise im Zusammenhang mit der Arbeit gut umzugehen. Aber: Eine andere innere Seite dieser Person kann ausgesprochen dünnhäutig bei einem anderen Lebensbereich sein.

Ist eine Person mit teilweise vorhandener Resilienz resilient oder nicht?

Natürlich ist sie resilient! Die akzeptierte teilweise Resilienz ist sogar ein ausgesprochen wichtiger Resilienzfaktor.

  • Wer weiß, wo in ihm die eigenen starken Seiten sind und welche Seiten von ihm besonderen Schutz benötigen, kann einen großen Resilienzgewinn nutzen.
  • Weniger gut ergeht es einer Person, die von sich verlangt, absolut resilient zu sein. Beim ersten Auftauchen einer schutzbedürftigen inneren Seite kommt es zum Irrtum: Die Person, die von sich vollkommene Resilienz verlangt hatte, kommt zu dem Schluss, sie wäre gar nicht resilient.

Resilienz erfordert bewusste Ambivalenz – das Salutogenese-Konzept von Aaron Antonovsky ist eine gute Quelle für Anregungen

Diese Feststellung macht Widerstandkraft besser nachvollziehbar. Bei einem Denkkonzept, in dem es nur eine Resilienz gibt, kann die Überzeugung von den eigenen Schutzfaktoren schnell schwinden. Ein multifaktorielles Resilienzkonzept ist ein echter Lebensgewinn.

Alle Informationen zu Resilienz und Resilienzen

Die psychologische Literatur zu Resilienz und zur Resilienzforschung ist reichhaltig.

Dennoch gibt es eine Reihe von Bereichen und Faktoren, die in der allgemeinen Resilienzdiskussion untergehen, z. B. das Resilienzrisiko, vergleiche hierzu Springer Gabler, 2020, Burnout-Prävention und -Intervention

Was begünstigt die Resilienzentwicklung?

Resilienzentwicklung braucht Selbstwirksamkeitserfahrungen.

Welche Rolle spielt bei der Resilienz die Emotionssteuerung?

Jede Form von Angriff auf unsere gewohnte Umgebung und unsere Sicherheit ist mit Emotionen verbunden.

Der Mensch strebt danach:

  • sich entweder zu verteidigen (Angriff)
  • sich einer Situation zu entziehen (Flucht) oder
  • sich vorübergehend gänzlich zurückzuziehen (Totstellen), was sich in Form von Depressionen oder Katatonie äußern kann.

Was sind Bewältigungsmuster?

Bewältigungsmuster, auch Bewältigungsstrategien oder Coping genannt, sind bewusst oder auch unbewusst ablaufende Strategien. Sie wiederholfen Handlungen oder Gedanken, die z. B . aus einer existenziellen Krise in eine bewältigbare Krise führen.

Was können Menschen zur Resilienzstärkung unternehmen?

Körperliche Fitness ist ein starker Resilienzfaktor. Das lateinische Mens sana in corpore sano – Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper – besagt richtig, dass die seelisch-geistige Gesundheit im Körper ihren Ursprung hat.

Körperliche Resilienzfaktoren, auf die jeder Mensch Einfluss nehmen kann
  • Atmung
  • Ernährung
  • Bewegung
  • Umgang
  • Haltung

Warum ist das Ein-Resilienz-Konzept zu klein? Warum sprechen wir von Resilienzen?

Jeder Mensch hat andere Stärken. Der eine kann besser mit wenig Schlaf umgehen, ein anderer verkraftet den Umgang mit traumatisierten Personen und eigenen Schicksalsschlägen besser. Kein Mensch hat dieselben Resilienzen wie ein anderer.

Ziel dieser Seite ist es, ein gutes Verständnis von Resilienz zu vermitteln

Es ist hilfreich, sich mit dem Resilienzbegriff zu befassen, um vom reinen Theoriekonzept zu real nutzbaren Resilienzfaktoren zu finden.